Zur Entstehung von "Nicht böse sein!"
In einer Festivalanmeldung schrieb ich vor ein paar Wochen als persönliches Statement zu Nicht böse sein!: „Should I call it fate that I've found those strong protagonists? That everything we wished to shoot came true and was a fortune's match in the editing room? What documentary could I realise after that one?“ Ich möchte im folgenden auf unsere Vorgehensweisen, auf die Höhen und Tiefen bei der Herstellung des Filmes, die besonderen Produk- tionsumstände, aber auch meine Motivation als Regisseur eingehen.
Nicht böse sein! begann als spontane Handlung. Elf Monate lang standen uns als Budget lediglich unser Arbeits- losengeld, die zahlreichen Spenden vieler guter Freunde und Verwandter sowie die Beistellungen neuer Partner zur Verfügung. Sie alle haben immer an unsere Geschichte geglaubt - ihnen möchte ich an dieser Stelle für ihre Unterstützung Dank sagen!
Eine Persönlichkeit hat mich während der gesamten Produktionszeit mit seinen Filmen, seinen Aufsätzen über das Filmschaffen und die Kunst be-gleitet und inspiriert. Andrej Tarkovski habe ich in Nicht böse sein! meinen Respekt mit einem Bildzitat erwiesen; und vielleicht dient er mir auch als Vorbild, wenn ich meine Re-flexion der vergangenen Monate hier festhalte.

Mein größter Dank jedoch gilt dem Kameramann des Filmes, Gines Olivares, den ich im Dezember 2004 zufällig kennen lernte. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich ein enges freund- schaftliches Verhältnis und eine intime Zusammenarbeit, die am Ende trotz zahlreicher Konflikte selbständig und zunehmend im stillen stillen Ein- vernehmen funktionierte.